Unsere Tiere

Unsere Tiere
(Yashar, Wanda, Simona, Jester, Tom, Jerry und Simba)


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Wenn uns unsere Tier-Freunde verlassen / In Memoriam

Persönliche Worte an Yaschar (Mischlingshund aus der Türkei - geb. 08.2009)

Yaschar (bedeutet: wird leben). Als unsere Freundin Milada auf uns zukam und wir zum ersten Mal dich auf einem Foto sahen, war es um uns geschehen. Nun bist du bei uns und deine Reise des Ungewissen ist zu Ende. Wir freuen uns sehr, dass du in unser Leben getreten bist und darauf, wie wir es zusammen weiter gestalten. Du hast deinen Platz tief in unserem Herzen und hast mit deinem Wesen unsere Seele berührt.
Bilder von Yaschar

Persönliche Worte an Wanda (Mischlingshund aus Ungarn - geb. 05.2011)

Mit dir Wanda, ist ein kleiner Engel vom Himmel gefallen. Alleine wenn du uns anschaust, durchdringst du unsere Herzen. Unsere Wege haben sich gekreuzt und es gab keine Hinterfragung, kein Überlegen, kein Warten mehr. Es fühlte sich einfach richtig an. Gemeinsam mit Yashar und all den anderen Tieren, gehen wir unseren Weg. Ich bin unendlich dankbar, dass du bei uns bist.
Danke Petra, Ferishi und Bianca, dass ihr uns zusammengebracht habt
. Bilder von Wanda

Persönliche Worte an Simona (Freibergerstute Jg. 1989)
Abstammung: Chasseral-Judäa-Rocambol

Als Simona im Herbst 2003 zu uns kam, schauten uns zwei neugierige Augen an und berührten unsere Herzen. Um Simona wird es uns niemals langweilig. Mit ihrer etwas sturen, kindlichen und oft auch coolen Art, hat sie unsere Liebe erobert. Wenn eines der Pferde in der Lage ist, sich selbst zu fesseln, oder beim Wälzen sich verhadert, dann ist es mit Sicherheit Simona. Geschieht dies, bleibt sie einfach cool liegen bis ihr geholfen wird. Wenn von der Weide her undefinierbare und laute Geräusche zu hören sind, dann ist es mit Sicherheit Simona, die sich wälzt. Mache ich mit ihr eine Klangmassage, dann geniesst sie diese, wie kein anderes Pferd. Wir lieben dich Simona, genauso wie du bist. Deine Eigenheiten machen dich aus und du bringst uns immer wieder zum Lachen. Danke Simona.

Bilder von Simona

Persönliche Worte an Jester (Irish Cop - Tinkerwallach Jg. 2000)

Jester ist seit August 2007 bei uns. Unsere Wege haben sich gekreuzt, als Wanja starb. Viel zu mager und mit Sommerekzem, holten wir dich zu uns. Du brauchtest Zeit, um Vertrauen aufzubauen. Und dann hast du Thomas deine bedingungslose Freundschaft offenbart. Es ist unglaublich, wie du alles verstehst, was wir sagen. Deine Augen zeigen uns, wie du dich fühlst, was in dir gerade vorgeht und das ist einfach wunderbar. Wir sind glücklich, dass du bei uns bist. Du bist so klar und liebevoll auch mit den Kindern. Dafür sagen wir danke aus ganzem Herzen. Wir haben grosse Achtung vor dir und freuen uns jedesmal, wenn du uns mit deinem tiefen Wiehern morgens begrüsst. Dein Sommerkzem werden wir bestimmt auch noch in den Griff bekommen. Doch nicht nur wir. Es benötigt dein Dazutun genauso. Du bist wunderschön und deine Eigenheiten, welche dich nicht zuletzt auch als Irish Cop ausmachen, bewundern wir. Danke Jester, dass du bei uns bist. Danke, dass du die Kinder so liebevoll behandelst, wenn sie auf dir reiten.

Bilder von Jester

Persönliche Worte an Tom (Jg. 2003)

Tom, wir wissen gar nicht wo wir anfangen sollen. Es gibt fast keine Worte, welche umschreiben, wie sehr du unsere Herzen berührst. Du lässt keine Gelegenheit aus, mit uns zu sein. Ein Aufstehen morgens ohne dich Tom, kommt nicht vor. Wenn wir wegfahren, verabschiedest du uns, wenn wir zurück kommen, dann begrüsst du uns. Du hast immer alles im Auge und wehe, es geschieht mal was ohne dich.

Wir denken oft an die Situation, wo wir mehrere Stunden den Stall ausgemistet haben. Du warst noch ein Baby und sassest vier Stunden auf einem Stein. Deine Augen fielen zu, doch du bist nicht schlafen gegangen. Als wir dann endlich fertig waren, trugen wir dich die treppe hoch und bevor wir in der Wohnung ankamen, warst du eingeschlafen. Unser Hof-Polizist Tom. Wir lieben dich unendlich und danken dir für dein Dasein.

Bilder von Tom

Persönliche Worte an Jerry (Jg. 2003)

Unser Jerry, Milchnäschen und Sonnenschein. Als Baby hast du einfach das Katzen-Clo nicht benutzen wollen. Beim essen war dein Näschen immer bis zu den Augen hinauf verschmiert und geschlafen hast du in den umöglichsten Stellungen und an sicher zehn verschieden Plätzchen. Bekommst du eine Hose von uns, ein Kissen oder ein Körbchen, dann bist du glücklich. Und wir sind es auch, da du bei uns bist. Du gehst, im Gegensatz zu deinem Bruder Tom, weite Wege, auch mal in den Wald und doch spüren wir dich immer. Wenn du dann heim kommst, begrüsst du uns mit lautem, tiefen miauen. Deine Eigenarten bringen uns immer wieder zum Lachen. Wenn du auf uns raufliegst und das Bällchen machst, dann ist die Welt einfach in Ordnung. Wenn du so schläfst, fühlt es sich an, als wären wir in Watte gehüllt. Danke Jerry, für deine bedingungslose Freundschaft und Freude.

 

 

Bilder von Jerry

Persönliche Worte an Simba (Jg. 2004)

Simba, als du uns zum ersten Mal begegnet bist, hast du unsere Herzen im Sturm erobert. Du bist uns zugelaufen und hast dich liebevoll Tom und Jerry genähert. Die beiden konnten gar nicht anders, als dich dazu zu lassen. Wenn du uns mit deinen schönen, grünen Augen anschaust, dann füllen sich unsere Herzen einfach mit Freude. Wir wissen nicht, wie früh du dich von deiner Mutter getrennt hast, doch wir haben schon bald erkannt, dass es mit Sicherheit zu früh gewesen ist. Wenn du deine Stirn in unsere Hände legst, dich zu Jerry kuschelst, es allen Recht machen willst, dann bewegt uns das sehr. Sei frei, du gehörst zu uns. Du hast deinen Platz und deine Rechte, wie jeder von uns auch. Wir freuen uns immer dem Anblick gegenüber, wenn du mit Jerry auf die Pirsch gehst. Lass dich von Tom nicht verdrängen. Gib ihm seinen Platz, doch vergiss dabei nicht dir zu erlauben, deinen Platz ebenfalls einzunehmen. Seit wir in Densbüren sind, hast du viel Selbstvertrauen aufgebaut und wir freuen uns darüber. Du bist ein grosser Jäger und ich habe keine Ahnung, wohin die vielen Mäuse in dir verschwinden. Wir lieben dich aus tiefstem Herzen und sind dankbar, dass du den Weg zu uns gewählt hast.

Bilder von Simba

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Wenn uns unsere Freunde verlassen                              

Es spielt keine Rolle ob uns ein Mensch oder ein Tier verlässt. Es ist immer ein Verlassenwerden und Zurückbleiben für die Einen und ein Gehen für die Andern. Es tut unendlich weh und der Schmerz kann uns innerlich zerreissen. Unsere Herzen zum Brechen, zum Weinen und Bluten bringen.

Als Dorina krank wurde (sie hatte Krebs), brach für mich eine Welt zusammen. Sie war über zwölf Jahre an meiner Seite. Sie gab mir den Boden unter den Füssen, war mir mit ihrer mütterlichen, bedingungslosen Art ein Zentrum in meinem Herzen, in meinem Leben. Ja, solche Begegnungen sind möglich. Öffnen wir unsere Herzen, dann erkennen wir, was uns die Tiere lehren, mitteilen und wie sie uns ganz bestimmt auf einem Stück Lebensweg unterstützen. Selbst wer diese innige Beziehung nicht spürt oder erkennt, wird von ihnen begleitet und bedingungslos geliebt. So zu lieben, sind wir leider oft nicht mehr in der Lage. Ich glaube sogar, sonst wären wir nicht auf dieser Welt in diesem Leben.

Dorina zeigte mir in ihrem Sterbeprozess, auf was es wirklich ankommt. Und diese Botschaft möchte ich hier mit Ihnen teilen. Vielleicht stehen Sie in einer gleichen Situation wie ich damals, oder sie haben Angst vor dem Verlassenwerden, dem Sterben.

Gegen alle Urteile von aussen, entschied ich: Dorina hat das Recht zu wählen. Dorina hat das Recht auf ein würdiges Gehen und sie hat das Recht alles zu regeln, was sie noch regeln möchte. Im Dezember 2008 hätte ich sie einfach einschläfern können. Es war der Augenblick, andem ich die Hoffnung auf Heilung verloren hatte. Andem ich begriff, Dorinas Zeit ist gekommen. Sie wird mich verlassen. Warum also weitermachen, sie unnötig am Leben lassen? Sie unnötig dem Sterben aussetzen? Es begann eine Gradwanderung und Achterbahn der Gefühle. Ich fragte mich, wofür habe ich die Verantwortung zu übernehmen und vorallem wann. Es gab Momente, da wollte ich dem ein Ende machen. Doch für wen hätte ich das getan. Für Dorina? Nein, ich hätte es in erster Linie für mich selbst getan und dazu hatte ich kein Recht. Es gab Menschen, einst Freunde, die mich nun als feige hinstellten. Ja, für einige war ich sogar eine Tierquälerin. Es war sehr schwer, mich davon zu distanzieren und mich Dorina hinzugeben. Es war schwer zu erkennen, dass plötzlich jeder alles besser wusste, obwohl keiner Dorina sah, sie besuchte oder sich mit ihr austauschte. Ich entschied mich, unser Zusammensein im Hier und Jetzt zu leben. Ich entschied mich, Dorina auf den letzten Metern ihres irdischen Weges zu begleiten. Ich liess alles um mich herum sein, war einfach die nächsten Wochen und Monate für Dorina da. Als Dorina dann schwächer wurde und sich nicht mehr hinlegte, da war für mich klar, bald wird sie gehen oder gehen dürfen. Wir schliefen die letzten Nächte bei ihr im Stall und was wir da miterleben durften, war unglaublich. Sie nahm Abschied von Simona und Jester. Wollte Dorina dösen, stellte sich Simona dicht daneben, um sie zu stützen. Wenn sich Jester hinlegte und einschlief, verliess Simona den Stall und Dorina stellte sich zu Jester, ihren Kopf leicht über ihn geneigt. Sie nahm Abschied und ich wusste, Dorina regelt alles. Die beiden wissen, dass sie gehen würde. Dorina sowie auch jedes andere Lebewesen hat das Recht auf Abschied. Seit diesen Nächten weiss ich, dass auch Tiere das machen. Auch Tiere verabschieden sich voneinander. Auch Tiere trauern doch gehen sie viel natürlich damit um. Für sie ist alles viel klarer als für uns Menschen. Ich bin zutiefst dankbar, dass ich diese Erfahrung und Erkenntnis machen durfte. Wir erlebten trotz des Tumors, welcher grösser wurde, einen wunderschönen Winter und Frühling. Sie galoppierte über die Weide, als gäbe es den Tumor nicht. So Viele schöne Erinnerungen hätte ich uns allen genommen.

Lassen wir die Natur sprechen, dann ist es ein Kreis der sich schliesst und ein neuer der entsteht. Dann wird das Sterben zur Geburt. Wenn eine Mutter ihr Kind erwartet, ist es ein natürlicher Prozess den jede werdende Mutter durchlebt. Es ist natürlich, dass wenn die Wehen in immer kürzeren Abständen kommen, die Geburt näher rückt. Dorina begann in immer kürzer werdenden Abständen, ihren Körper zu verlassen, bis sie ihn am Ende ganz ablegte. Für mich war immer klar, Ich werde da sein, sollte sie mich brauchen. Ich werde auch da sein, sollte sie mich nicht brauchen. Ich vertraute darauf, Dorina würde es mich wissen lassen. Dorina war in ihrem Prozess unter dem Regenbogen hindurch gegangen. Sie nahm mich im Schlaf, im Traum mit auf Reisen. Ich durfte sie begleiten und miterleben, wie sie sich von ihrem Hufschmied und anderen Menschen verabschieden ging.

Dorina liess mir mitteilen, dass ich wissen werde, sollte es meine Hilfe zum Sterben benötigen. Nicht weil sie nicht in der Lage dazu war. Ich wusste, sollte es dazu kommen, ist es für uns beide wichtig und von Bedeutung. Ich hatte immer wieder ein Bild in mir. Ich lag im Stroh mit Dorina in meinen Armen. Die anderen Pferde standen daneben und begleiteten uns in diesem Augenblick. Es war alles friedlich und klar.

Ich habe mich gefragt, warum die Pferde nicht öfters einfach einschlafen und sterben können. Warum es gerade bei Pferden so oft den Tierarzt braucht und wir an den Punkt der Entscheidung herantreten müssen. Gerade auch weil wir wissen, dass sie in der Wildnis vielleicht schon längst gegangen wären. Wenn ich bei diesen Fragen an Dorina denke, dann bekomme ich Bilder und Gefühle. Die Pferde haben mit uns Menschen oft gar keine Wahl. Sie sind sogar zu einem grossen Teil abhängig. Wir pflegen sie mit so viel Liebe und begleiten sie. Dabei ist jedoch auch zu spüren, dass sie uns in demselben Prozess genauso begleiten. Sie wissen, dass sie sterben und helfen uns, dass wir es ertragen. Bis zuletzt hat Dorina mich getröstet, obwohl sie es war, die krank war. Sie hat bis zuletzt mich mit ihrem Wesen in die Arme genommen und mir Mut und Kraft geschenkt. So haben wir beide unseres dazu gegeben. Der erhoffte Schritt des selbständigen Einschlafens bleibt leider in so vielen Fällen, eine glückliche Ausnahme. Doch wie glücklich ist diese Ausnahme wirklich? Ein Pferd das sich nicht mehr hinlegt, sich nicht mehr selber richtig tragen kann, apathisch wird und somit uns signalisiert, dass es eigentlich gehen möchte, liegt eines Morgens leblos im Stall. Wissen wir, wie es gestorben ist? Wissen wir, dass es friedlich eingeschlafen ist? Wissen wir, dass es keine Schmerzen hatte? Nein, das können wir nicht wissen. Wenn wir jedoch in uns spüren: Jetzt kann ich nicht mehr dahinter stehen, jetzt kann ich es nicht mehr verantwortet, dann ist dies der Augendblick indem wir die Verantwortung übernehmen und das Pferd, unser Partner und Freund sich uns hingeben darf. Dazu ein tiefgreifendes Zitat von Rolf Gschwind: "Durch diese Entscheidung, werden wir zu dem erlösenden Raubtier."

Der Schritt, den Tierarzt anzurufen, war für mich der schwerste meines Lebens. Und dennoch, es fühlte sich in meinem Herzen richtig an. Ich sprach auch mit Dorina darüber und dabei legte sie sanft ihre Stirn auf meine. Ich weinte und spürte plötzlich eine unglaublich Wärme in mir aufsteigen. Es war als würde mich ein liebevoller Hauch einhüllen. Sie stellte sich etwas weiter vor, so dass meine Hände unter ihrem Bauch waren. Sie schaute nach hinten zu mir und ich wusste, sie will mir etwas zeigen. So legte ich meine Hände auf ihren Bauch und spüre wie er sich mit Wasser füllte. Ich hatte ihre Botschaft verstanden und rief den Tierarzt an. Am Abend ging ich zu Dorina und erzählte ihr, dass er am nächsten Morgen früh kommen würde. Dorina legte sanft ihren Kopf an meine Brust und ich wusste, es ist alles in Ordnung. Dennoch, es war meine schlimmste Nacht. Wenn ich noch am Tag davor mit der Halfter in den Stall kam, wurde Dorina zappelig. Dies bedeutete, dass sie ihr heissgeliebtes Spezialfutter bekam. Wenn ich mir vorstellte, dass sie es am nächsten Morgen auch so machen würde, zerriss es mein Herz. Ich wusste, ich würde sie nicht zum Futter sondern in den Tod führen. An jenem Morgen war alles anders. Sie ass ihr Heu nicht mehr. Als sie mich kommen sah mit der Halfter in der Hand, kam sie zu mir und stellte sich dicht neben mich. Ich halfterte sie ein letztes Mal auf, dann senkte sie ihren Kopf und lehnte sich sanft an mein Herz. Es war für uns beide alles klar und keinen einzigen Augenblick kam Zweifel in mir auf. Dorina starb friedlich in meinen Armen. Wir lagen dicht aneinandergeschmiegt im Stroh, umgeben von den beiden anderen Pferden.

Als Dorina ein letztes Mal ausatmete, spürte ich wie sie bereits neben mir stand. Was ich in meinen Armen hielt, war noch ihr Körper. Da wurde mir klar, ich weinte nicht einfach um Dorina. Ich weinte um mich selbst, weil ich sie verloren hatte. Ich weinte um den Verlust. Wenn ich mich ganz ehrlich und offen anschaue, dann muss ich gestehen, dass ich auch heute noch glücklich und unendlich dankbar bin, dass ich Dorina immer noch spüre, rieche. Traurig macht mich der Gedanke, dass ich sie nicht mehr streicheln kann, nicht mehr mit ihr im Wald spazieren darf, sie mich nicht mehr liebevoll mit ihrer Nase schupst. Wenn ich darüber nachdenke, dann rieche ich plötzlich Dorina und weiss, sie ist hier. Sie ist überall und mit Allem in Liebe. So rein und klar, wie ein Bergkristall. Und dies ist das Symbol unserer Verbindung.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die mich und vorallem Dorina in diesem ganzen Prozess begleitet und unterstützt haben.

September 09 / Tanja Pulfer

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In Memoriam

 

Calendula

Zwei Wochen warst du bei uns, zwei Wochen durften wir unser Leben mit dir teilen. Unser Hufschmied hat dich auf der Strasse gefunden und als ich dir begegnen durfte, gab es keine Hinterfragung, keine Zweifel, keine Überlegung. Du solltest zu uns kommen und an unserer und Yashar's Seite dein Leben verbringen dürfen. Doch du warst zu krank und zu schwach. Ich hätte es mir von ganzem Herzen gewünscht und ich verstehe nicht, wie ich in so kurzer Zeit, so viel Liebe für dich empfinden konnte. Eine Liebe, welche vom ersten Augenblick an bestand und nicht mehr aus meinem Herzen zu streichen ist. Eine Liebe, welche schon fast schmerzt. Eine Liebe, wie ich sie bis anhin nicht kannte. Zwei Wochen hatten wir und dann warst du nicht mehr an meiner Seite. Ich stand morgens auf, Yashar begrüsste mich, doch vergeblich suchten meine Augen die deinen. Calendula, du hast die Ebene gewechselt und ich werde deinen Körper loslassen. Ich werde deine Asche der Erde übergeben und den Ort mit Ringelblumen bepflanzen. Ich werde dich nicht vergessen und ich danke dir für die Zeit, welche wir gemeinsam hatten. Zwei Wochen, welche sich anfühlen wie ein ganzes Leben oder die Ewigkeit. Ich küsse dich in meinen Gedanken und halte dich in meinem Arm. So wie ich dich oft während deinen Anfällen wiegte und dabei die Melodie summte. Meine Melodie "The Mountain". Und diese soll dich auf deinen weiteren Wegen begleiten. Sie soll dich tragen hinauf auf den Berg. Da wo wir alle hin wollen. Da wo wir uns alle wiedersehen werden. Ich liebe dich Calendula, meine kleine Blume.

Bilderfilm mit The Mountain für Calendula (wmv-Datei)


Dorina
(1985 - 2009) Freibergerstute, Abstammung:
Dorin-Don Pablo-Urfer

Am 20. Mai 2009, bist du in meinen Armen eingeschlafen. Ein letzter Blick in deine strahlenden Augen, ein letztes Streicheln deines weichen Fells. Eine letzte Umarmung und dann... ein letztes Ausatmen. Dorina, mein Schatz. Ich werde dich immer im Herzen tragen. Es gibt keine Worte die vermögen auszudrücken, wie sehr ich dich achte und liebe. Ich bin unendlich dankbar, dass wir gemeinsam unseren Weg gehen durften. Dass du vor so vielen Jahren in mein Leben getreten bist. Ich liebe dich und spüre, dass du nie wirklich weggegangen bist. Wie du gesagt hast, wir sind nicht am Ende angelangt. Wir gehen einfach in eine andere Dimmension, in eine andere Ebene. Und wir sehen uns wieder.

Es gab eine Reise, auf welche du mich mitgenommen hast. Diese, unsere letzte Reise trage ich tief in meinem Herzen. Denn es ist eine Botschaft. Deine Botschaft. Um dem Ausdruck zu geben, gibt es keine Worte. Doch es gibt die Musik, welche dabei in mir entstand. Es ist unsere Geschichte, unser Weg und es ist meine Komposition für dich, Dorina:

Bis hin zum Regenbogen / Bildergalerie
(Musik und Text für Dorina / wmv-Datei / ca. 7 Min. Spieldauer)

Wanja
(1988 - 2007) Haflingerstute

Am 14. Juli 2007 mussten wir unsere Haflinger-Stute Wanja einschläfern lassen, Sie hinterlässt nicht nur in uns sondern auch in der Herde eine grosse Lücke. Wanja war der Herden Chef. Sie führte die Herde, wie es kein anderes Pferd hätte besser tun können. Nun ist sie fort und wird nicht wieder zurückkommen. Wanja wird aber in unseren Herzen und unserer Erinnerung weiterleben und soll auch auf dieser Seite weiterhin präsent bleiben. Wanja war, ist und bleibt ein Teil von uns. Sie hat uns und viele Kinder achtsam und sicher getragen, sie brachte uns zum lachen, sorgte für Ruhe und Ordnung im Stall, half uns die Pferde von der Weide holen, beschützte und sorgte für ihre Herde und noch so Vieles mehr.

Du fehlst uns Wanja. Wir haben es zugelassen dich zu lieben, und nun lassen wir es zu um dich zu weinen und den Schmerz zu fühlen. Wir werden dich nie vergessen. Danke für deine Freundschaft, dein Vertrauen, deine Freude, deine Klarheit und Zuverlässigkeit.

Bilder von Wanja / Il Silenzio für Wanja

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